ATOMKRAFT RISIKO

Risiko-Reaktoren abschalten!

Die rissigen Bröckelreaktoren Tihange und Doel in Belgien bedrohen große Gebiete Deutschlands. Jeden Monat gibt es Zwischenfälle. Damit die Risikoreaktoren endlich abgeschaltet werden, bilden wir am 25. Juni eine 90 Kilometer lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht bis nach Aachen. Sie Sie dabei?

 

 

 

solch eine Mega-Aktion gab es noch nie: Mit einer 90 Kilometer langen Menschenkette durch drei Länder stehen wir am Sonntag, den 25. Juni, auf gegen die belgischen Risikoreaktoren Tihange und Doel. Zehntausende Bürger/innen reihen sich Hand an Hand durch die Innenstädte von Aachen, Maastricht und Lüttich. Entlang kleiner Dorfstraßen und durch Wiesen und Wälder fließen Laola-Wellen, Menschen schwenken Anti-Atom-Fahnen: Gemeinsam wollen wir der Ignoranz der Politik die Stirn bieten.

Das ist dringend nötig: Bisher weigern sich die belgischen Behörden, die Risikoreaktoren mit ihrer völlig veralteten Technologie abzuschalten. Dabei haben die Atomkraftwerke extrem viele Risse.[1] Radioaktive Wolken über Köln, Dortmund oder Düsseldorf sind kein Science-Fiction-Szenario. Aus Angst vor einem atomaren Notfall verteilt die Region Aachen ab diesem Sommer sogar Jod-Tabletten.

Ein Reaktorunfall in Tihange oder Doel betrifft uns alle – die atomare Wolke macht nicht vor Landesgrenzen halt. Genau deshalb geben wir uns die Hand mit Niederländer/innen und Belgier/innen und lassen eine 90 Kilometer lange Menschenkette entstehen. Für eine lückenlose Menschenkette brauchen wir auch Sie, Volkert Volkmann! Bitte reihen Sie sich in Belgien, Deutschland oder in den Niederlanden ein.

Zeit: Sonntag, 25. Juni 2017, 14 bis 16 Uhr
Ort: Aachen, Lüttich, Maastricht, Tihange

 

 

Erinnern Sie sich an die Erfolge der deutschen Anti-Atom-Bewegung? Nach der Atomkatastrophe von Fukushima gingen Zehntausende auf die Straße: Danach musste Kanzlerin Angela Merkel (CDU) acht Atomreaktoren auf einen Streich abschalten und die Laufzeiten der verbleibenden Meiler massiv verkürzen. Ebenso große Bewegungen entstehen gerade in Belgien und den Niederlanden: Gemeinsam können wir an diese Erfolge anknüpfen!

Seien Sie Teil der tri-nationalen Menschenkette: Knüpfen Sie Kontakte, die bewegen, teilen Sie Ihre Sorgen über die Risikomeiler und erleben Sie die zusammen schweißende und motivierende Wirkung, wenn zehntausende Menschen Hand in Hand stehen – mit einem gemeinsamen Ziel: dem permanenten Risikozustand ein Ende zu setzen! 

Bringen Sie gerne selbst gestaltete Fahnen und Plakate mit. Wir möchten, dass die Anfahrt zu Ihrem Streckenabschnitt für Sie einfach und bequem ist: Nutzen Sie die Mitfahrbörse – und reisen Sie mit einem organisierten Reisebus, PKW oder mit einer Radtour gemeinsam an! Alle weiteren Infos finden Sie auf der Webseite des Aktionsbündnisses. Sagen Sie uns jetzt gleich, ob Sie mitmachen und werden Sie Teil der 90 Kilometer langen Menschenkette.

 

Herzliche Grüße
Daniela Antons, Campaigning

PS: Bei der Anti-Atom-Menschenkette 2010 an der Elbe zwischen den Atommeilern Krümmel und Brunsbüttel füllten 120.000 Menschen 127 Kilometer. Kurz darauf stieg die Bundesregierung aus der Atomkraft aus. Auch wir können die 90 Kilometer von Aachen bis Tihange voll bekommen: Bitte leiten Sie diese E-Mail direkt weiter und laden Sie jetzt all Ihre Freund/innen, Bekannten und Kolleg/innen ein.

[1] „Viele neue Risse in belgischen AKW“, tagesschau.de, 11. Juni 2017