Glyphosat 2017

Achtung, Endspurt!

Jetzt ist es raus: Die EU erwägt, Glyphosat für weitere 10 Jahre zuzulassen. Wenn wir bis zum 15. Juni eine Million Unterschriften sammeln, können wir sie noch umstimmen. Noch fehlen 100.000 – und die Zeit drängt. Jetzt sind Sie gefragt: Bitte bestellen Sie heute eine kostenlose Unterschriftenliste, und überzeugen Sie vier Freund/innen oder Bekannte zu unterschreiben.

 

Lieber Leser,

wie alt sind Sie in zehn Jahren? Stellen Sie sich vor, Sie feiern Geburtstag ‒ und die Erdbeeren auf Ihrem Kuchen enthalten immer noch Glyphosat. Das könnte Realität werden: Die EU-Kommission will vorschlagen, das Ackergift für weitere 10 Jahre zuzulassen, obwohl es wahrscheinlich krebserregend ist.[1]

Bis jetzt ist der Vorschlag der Kommission nicht offiziell. Und anschließend müssen auch noch die Mitgliedstaaten zustimmen. Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) können wir daher gleich doppelt Einfluss nehmen: Sammeln wir 1.000.000 Unterschriften, muss die EU uns anhören – ganz offiziell. Außerdem setzen wir jedes einzelne Mitgliedsland unter Druck: Eine Million Unterschriften heißt auch, dass eine Million Bürgerinnen und Bürger ganz genau beobachten, welches Land sich wie entscheidet!

Noch fehlen uns 100.000 Unterschriften: Bitte helfen Sie uns dabei, die Million-Marke zu knacken. Es reicht, wenn Sie vier Menschen aus Ihrem Umfeld überzeugen ‒ dann ist eine Unterschriftenliste gefüllt. Wenn 10.000 Menschen das tun, haben wir auf einen Schlag 40.000 Unterschriften ‒ allein in Deutschland! Doch es muss schnell gehen, denn die EU will schon bald über die Wiederzulassung entscheiden: Nehmen Sie sich bitte 10 Minuten Zeit und verhindern Sie weitere 10 Jahre Gift auf unseren Äckern.

 

Noch nie ist eine EBI so schnell gewachsen: Nach nicht mal vier Monaten haben wir fast 900.000 Unterschriften – online und auf Papier. Das ist toll, aber es reicht noch nicht ganz! Diese Eil-Aktion ist unsere Chance, über unseren bisherigen Unterstützerkreis hinauszuwachsen. Bitte informieren Sie Ihre Nachbarn, Freund/innen oder Ihre Familie und überzeugen Sie sie, für ein Glyphosat-Verbot zu unterschreiben.

Vor weniger als drei Wochen haben wir bewiesen, dass wir unser Ziel erreichen können. Am 13. Mai standen rund 6.000 Menschen mit Klemmbrettern und Unterschriftenlisten auf Marktplätzen und vor Supermärkten und haben Mitbürger/innen von unserer EBI überzeugt. Und zwar in ganz Europa! Gemeinsam haben wir rund 100.000 Unterschriften gesammelt – an einem einzigen Tag.

Mit diesem Endspurt können wir unser Ziel erreichen: Doch wir müssen schnell sein! Die EU-Kommission will die Zulassung schon bald durchdrücken, dann haben die Agrarkonzerne freie Bahn. Bis zum 15. Juni müssen alle Unterschriftenlisten zurückgeschickt sein. Diese Eil-Aktion kann uns gerade noch rechtzeitig über die Ziellinie tragen – bitte machen Sie mit!

Herzliche Grüße
Maria Lohbeck, Campaignerin

PS: Unser Protest bringt Monsantos Verschleierungs-Gerüst ins Wanken – und wir haben Unterstützung: Jetzt will auch Schweden Glyphosat verbieten, um seine Verbraucher/innen zu schützen.[2] Das macht Mut! Machen Sie mit beim EBI-Endspurt, und überzeugen Sie vier Menschen zu unterzeichnen.

 

[1]  „WHO-Experten stufen Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein“, Der Spiegel, Juli 2015
[2]  „Sweden plans to ban glyphosate – and vinegar – as herbicides for private use“, GMWatch, Mai 2017

 

 

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